FBB-Kinder

In FBB werden Kinder beider Geschlechts aufgenommen, die Altersspanne beträgt 0-6 Jahre.

Die Kinder haben eines gemeinsam: Sie sind aufgrund unterschiedlicher Gründe, die letztlich dazu geführt haben, dass die Eltern nicht mehr in der Lage waren, das körperliche und seelische Wohl zu sichern aus ihrer Ursprungsfamilie herausgenommen worden. Die Kinder kommen meist aus einer sich zuvor zugespitzten Krisensituation, in der sie seelisch und /oder körperlich verletzt wurden.
Die Ursachen liegen häufig in einer Überforderung der Eltern, schwierigen Lebensverhältnissen, problematischen Beziehungssystemen, die zu Vernachlässigung, psychischer, physischer Gewalt oder zum Missbrauch führten. Nicht selten sind psychiatrische Störungen der Elternteile ursächlich.
Säuglinge, Kleinkinder und Kinder bis zum Schulbeginn sind in ihren Familien in ihrer Persönlichkeitsstruktur geprägt worden und haben spezifische Überlebensstrategien ausgebildet.

FBB-Kinder bringen folglich ganz unterschiedliche Verhaltensweisen mit, die sich in folgenden Formen äußern können:
•    sprachlichen, (senso)- motorischen und emotionalen Entwicklungsdefiziten
•    Auffälligkeiten im Sozialverhalten, z.B. Aggressivität, Distanzlosigkeit,....
•    ersten Anzeichen von psychiatrischen Störungen, Einkoten, ....
•    oder es liegen organische Schädigungen vor, die unterschiedliche Ursachen haben können, und zu körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigungen geführt haben.

Inwieweit die leiblichen Eltern den Aufenthalt ihres Kindes in der FBB-Fachstelle tolerieren, hängt im Wesentlichen von ihrer Kooperationsbereitschaft und dem Willen zur Veränderung ab.
Die Kinder in FBB sind von ihrem bisherigen Lebensschwerpunkt herausgenommen worden, ohne dass eine neue Perspektive vorliegt.
Kinder in Familiärer Bereitschaftsbetreuung benötigen Menschen, die...
•    ihnen Sicherheit vermitteln, eine vorübergehende Bleibe anbieten und ihnen die
     Welt der Erwachsenen erklären.
•    humorvoll, warmherzig und kontaktfreudig sind und sich als Bezugsperson zur
     Verfügung stellen, ohne in Konkurrenz zu den leiblichen Eltern zu treten.
•    sie geduldig und einfühlsam während des Aufenthalts in der FBB-Stelle begleiten.
•    sie mit altersentsprechenden Angeboten und Selbstwert unterstützender Haltung
     fördern.
•    sie mit ihren spezifischen Verhaltensweisen verstehend annehmen und sie in ihren Ressourcen bekräftigen.
•    ihnen vermitteln können, dass die Zeit in FBB auch belebend und bereichernd
      sein kann....       und ihnen Mut machen, den weiteren Weg zu beschreiten.

 
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