Fachdienst Inobhutnahme (ION) und Clearinggruppe

Inobhutnahme für junge Menschen

Stadt Göttingen

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Inobhutnahme (ION) und Clearinggruppe

Unsere Aufgaben

In unserem Haus kümmern wir uns um Kinder, die in einer akuten Krise stecken und wieder stabilisiert werden müssen. In Obhut nehmen wir auch immer wieder Systemherausforder*innen, welche aus ihrer Einrichtung entlassen oder anderweitig aufgegriffen werden. Wir nehmen 10- bis 18-Jährige auf, die

  • sich selbst an das Jugendamt gewandt und um Obhut gebeten haben,
  • vom Jugendamt aus ihrer Familie genommen wurden, weil es eine dringende Gefahr für ihr Wohl erkannt hat,
  • aufgrund einer akuten Krise Hilfe brauchen,
  • speziell für ein bedarfsorientiertes Clearing kommen.

 

 

Ihre Aufenthaltsdauer richtet sich nach ihrem individuellen Bedarf: von wenigen Stunden bis Monaten. Bei einem Clearing dauert sie drei Monate plus einem Monat Suche nach geeigneter Anschlussmaßnahme. Grundsätzlich vermittelt das Jugendamt weitergehende Maßnahmen.

Unsere neun Plätze plus einem „Notfallplatz“ vergeben wir vorrangig an Kinder aus den Kommunen der JSN, doch bei freien Kapazitäten nehmen wir auch bundesweite Anfragen an.

Das Haus im Göttinger Stadtteil Weende hat einen großen Garten, möblierte Einzelzimmer auf drei Etagen, bei Bedarf zwei Geschwisterzimmer, drei Badezimmer, einen Gruppenraum und einen Kickerraum.

In unserem Netzwerk sind die hiesige Polizei, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (KJP), Schulen, Bildungseinrichtungen und die Nachbarschaft eingebunden.

Unser Konzept

Unsere Arbeit basiert auf einer traumapädagogischen Grundhaltung: wertschätzend, freundlich und „haltend“.

Vor allem bei der Inobhutnahme von systemherausfordernden Jugendlichen ist es uns wichtig, den Kreislauf ihres dauernden Einrichtungswechsels – zwischen ION, Wohngruppen, KJP und Herkunftsfamilie – zu unterbrechen und sie zu stabilisieren. Indem wir mit den jungen Menschen erarbeiten, was sie benötigen und was sie wollen, geben wir den Jugendämtern entscheidende Hinweise und auch genügend Zeit, um eine geeignete Maßnahme, wie z. B. eine anschließende Unterbringungsform, zu finden.

 

Die Unterstützung durch den psychologischen Dienst der JSN und die Konsiliarberatung durch die KJP in Göttingen, ist dabei besonders wertvoll.

Unser Team

Unsere Fachkräfte agieren flexibel, empathisch, freundlich und wertschätzend. Sie

  • haben einen besonderen Blick auf die individuellen Bedürfnisse eines jeden Kindes, jede*n Jugendliche*n,
  • erkennen traumapädagogische Besonderheiten und tolerieren die „Überlebensstrategien“ traumatisierter junger Menschen,
  • wissen um die Besonderheiten und kennen den Umgang mit Kindern, deren Eltern psychisch krank sind,
  • halten Regelüberschreitungen aus,
  • beobachten und lenken gruppendynamische Entwicklungen,
  • ziehen Grenzen bei Eigen- und Fremdgefährdung, Delinquenz und Drogenmissbrauch.

Zum Team gehören eine qualifizierte Traumapädagogin sowie eine erfahrene Fachkraft im Kinderschutz.

Die Arbeitsweise des gesamten Teams ist lösungsorientiert, transparent und partizipierend mit den Jugendlichen, soweit dies möglich ist. Ein Krisenmanagement ist implementiert.

Durch regelmäßige Teamsitzungen, Supervision, Fort- und Weiterbildungen arbeiten wir in einem guten Miteinander.

Rechtlicher Hinweis

Die gesetzliche Grundlage der Maßnahmen sind nach SGB VIII; § 19 SGB VIII, § 27 SGB VIII.

Inobhutnahme (ION)

Ansprechpartner

Frau Dommes

Adresse

Hennebergstraße 2
37077 Göttingen

Telefon

0551 384897-74

E-Mail-Adresse

ion@jugendhilfe-sued-niedersachsen.de

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