Wie sind wir so geworden wie wir sind?

Auf Initiative von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Städte Einbeck, Göttingen und Northeim und den Landkreisen Göttingen, Northeim und Osterode sowie des Vereins für Jugendpflege in Cremlingen (nur Gründungsmitglied) wurde im Mai 1993 der Verein “Familiensonderpflege Süd-Niedersachsen e.V.” gegründet. Die Städte und Landkreise ermöglichten die Gründung des Vereins über eine entsprechende personelle Vor- und Aufbauarbeit.


Zielsetzung war bzw. ist es auch noch heute, im Raum Süd-Niedersachsen ein Verbundsystem von pädagogisch qualifizierten Vollzeitpflegestellen zu schaffen und auszubauen, auch Sonderpflegestellen genannt. Mittlerweile ist es dem Verein gelungen, ein Netz von  Sonderpflegestellen aufzubauen, in denen aktuell 35 Kinder und Jugendliche im Alter von 2 - 16 Jahren leben. Dieser Fachdienst soll entsprechend den Bedarfen stetig erweitert werden, um den Kindern mit besonderem Förderbedarf eine geeignete Familie und ein Zuhause anbieten zu können.

 

1996 wurde der Verein in “Jugendhilfe Süd-Niedersachsen e.V.” (JSN) umbenannt. Hintergrund war die Erweiterung der Hilfeangebote. So besteht der Verein mittlerweile aus 14 Fachdiensten, die soziale Dienstleistungen anbieten und/oder vermitteln.

 

Außer der Familiensonderpflege bietet die JSN Betreutes Wohnen in der Auguste-Ahlborn-Stiftung mit 14 Plätzen und Betreutes Einzelwohnen, Soziale Trainingskurse für Jugendliche, sowie im Rahmen von Familienunterstützenden Maßnahmen (FUM) Sozialpädagogische Familienhilfe und Erziehungsbeistandschaften sowie als weiteren Dienstleitungsbereich die Familiäre Bereitschaftsbetreuung (FBB) für Kinder und in Einzelfällen auch für Jugendliche an.

 

Zu dem unterstützt die JSN ihre Mitglieder durch Bereitstellung von Einrichtungen mit personellen Kapazitäten für besondere Aufgaben, die von einem einzelnen Jugendamt nicht so ohne weiteres wirtschaftlich und qualifiziert zu erledigen wären, dazu zählen z.B. die zentrale Koordinationsstelle für Adoptionsvermittlungen und die Fachstelle Diagnostik. Letztere prüft im Auftrag der Jugendämter in Form von empfehlenden Gutachten die Anspruchsvoraussetzungen für die Gewährung von Leistungen im Rahmen der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche.

 

Die JSN versteht sich primär als Dienstleister für Jugendhilfebedarfe ihrer Mitgliedskommunen und nimmt damit hier in Südniedersachsen eine Unterstützerfunktion bei den immer vielfältiger werdenden Anforderungen an die Jugendhilfe wahr und fördert darüber hinaus auch die Zusammenarbeit der öffentlichen Jugendhilfeträger, die der JSN beigetreten sind.

Zukünftig ist beabsichtigt, auch für die Weiterqualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechende Angebote zu entwickeln und bereit zu stellen, die speziell den lokalen Bedürfnissen inhaltlich Rechnung tragen.

 

Auch als Arbeitgeber hat sich die JSN mit derzeit 88 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, vorwiegend aus sozialen Berufen, wie Erzieher/innen und besonders Sozialarbeiter/innen bzw. Sozialpädagog/innen entwickelt und trägt damit Verantwortung für viele Arbeitsplätze in der Region.

 
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